Else (Elisabeth) Lasker-Schüler

1869

11-Februar, Elisabeth Schüler wird, als 3. Tochter des jüdischen Privatbankiers
und Rabbiners Aaron Schüler und dessen Frau Jeanette (geb. Kissing), an der
Herzogstraße in Elberfeld geboren

1880

Besuch des Lyzeums West. Erkrankung am Veitstanz.
 
Beendigung der Schulzeit.
 
Sie bekommt Hauslehrererziehung

1882

02-Februar, Tod des jüngsten Bruders Paul

1890

27-Juli, Die Mutter verstirbt

1894

15-Januar, Else Schüler heiratet den Arzt Dr. Jonathan Berthold Lasker, dem
Bruder des Schachweltmeisters Emanuel Lasker, in Elberfeld.
 
Später Übersiedlung des Paares nach Berlin, wo sie sich ihrer zeichnerischen
Ausbildung widmet

1897

03-März, Ihr Vater verstirbt

1899

15-Januar, Geburt des Sohnes, dessen Vater unbekannt bleibt. Er bekommt
den Vornamen ihres verstorbenen Bruders
Paul
 
Es erscheinen die ersten Gedichte in der Zeitschrift "Die Gesellschaft"
 
Durch die Freundschaft mit dem Schriftsteller Peter Hille findet sie Anschluß an
die literarische Szene

1902

Der erster Gedichtband "Styx" erscheint in Berlin und ist vom Impressionismus
und Jugendstil geprägt

1903

März, Trennung von Peter Hille
 
11-April, Scheidung von Berthold Lasker
 
Sie gerät in finanzielle Nöte
 
30-November, Heirat mit Herwarth Walden (Georg Levin)

1904

07-Mai, Peter Hille verstirbt

1905

Bücher:
"Der siebente Tag"

1906

Bücher:
"Das Peter-Hille-Buch"

1907

In der Prosasammlung "Die Nächte der Tino von Bagdad" versammelt sie
orientalische Geschichten

1908

Bücher:
"Die Nächte der Tino von Bagdad"
 
Niederschrift:
"Die Wupper"

1909

Das Schauspiel "Die Wupper" erscheint

1910

Sie trennt sich von Herwarth Walden

1911

Bücher:
"Die Briefe nach Norwegen"
"Meine Wunder"

1912

Sie liest im Berliner "Verein für Kunst" aus ihrem dichterischen Werk. Besonderen Applaus erhält sie für ihre "Orientalischen Phantasien"
 
Bücher:
"Mein Herz" - (Die Briefe nach Norwegen)
 
Völlig mittellos, ist sie fortan auf Zuwendungen durch Freunde angewiesen. Insbesondere der Wiener Publizist Karl Kraus unterstützt sie
 
Sie lernt Dr. Gottfried Benn kennen

1913

Bücher:
"Gesichte"
 
Bücher:
"Hebräische Balladen"
 
November, Reise nach Rußland, Besuch des Anarchisten Senna Hoy
 
Bücher:
"Der Malik" - eine Kaisergeschichte

1914-1918

1. Weltkrieg
 
In den Kriegsjahren unternimmt sie Vortragsreisen mit einem Antikriegsprogramm

1914

Bücher:
"Prinz von Theben"

1917

Bücher:
"Gesammelte Gedichte"

1919

27-April, Uraufführung des Schauspiels "Die Wupper" im Deutschen Theater
in Berlin,
unter der Regie von Max Reinhardt

1920

Die übersetzten Gedichte "Weltende" und "Schwarze Sterne" erscheinen in Paris

1921

Bücher:
"Der Wunderrabiner von Barcelona" - Erzählung

1922

Bücher:
"Theben" - Zehn Gedichte und Lithographien

1924

Sie reist in die Schweiz und nach Venedig

1925

In ihrer Schrift "Ich räume auf ! Meine Anklage gegen meine Verleger" kritisiert
sie den zeitgenössischen Literaturbetrieb

1927

Ihr Sohn Paul ist totkrank
 
14-Dezember, Ihr Sohn verstirbt
 
Sie zieht sich zunehmend aus dem öffentlichen Leben zurück

1931

Sie hält im Arbeiterverein in Wien/Österreich einen Vortrag

1932

Else Lasker-Schüler erhält den Kleist-Preis für ihr Gesamtwerk
 
Bücher:
"Konzert"
"Arthur Aronymus" - Prosa - Die Geschichte meines Vaters
"Arthur Aronymus" - Schauspiel und Konzert - Aus meines geliebten Vaters Kinderjahren

1933

Nach tätlichen Angriffen auf offener Straße emigriert sie in die Schweiz, wo sie vom
"Jüdischen Kulturbund" Unterstützung erhält

1934

März-Mai, Erste Reise nach Palästina, über Alexandria
 
Rückkehr in die Schweiz
 
Sie beginnt "Das Hebräerland"

1935

Juli-September, Aufenthalt in Ascona/Schweiz

1936

19-Dezember, Uraufführung von "Arthur Aronymus" Aus meines geliebten Vaters Kinderjahren im Züricher Schauspielhaus (Schweiz)
 
23. Dezember, Das Stück wird abgesetzt

1937

In dem Prosaband "Das Hebräerland" verklärt sie das Erlebnis Palästina zum
Traum vom Heiligen Land
 
Juni-August, Zweite Reise nach Jerusalem
 
Bücher:
"Das Hebräerland"
 
Rückkehr in die Schweiz

1938

Ausbürgerung aus dem Nazi-Deutschland

1939-1945

Zweiter Weltkrieg

1939

April, Dritte Palästinareise
 
Der Beginn des Zweiten Weltkriegs verhindert, während der dritten Palästina-
Reise die Rückkehr in die Schweiz

1940-1941

Sie schreibt die Tragödie "Ichundich", in der sie sich zum ersten Mal in ihrem
Werk auf das politische Geschehen der Zeit bezieht
 
Dritte Reise nach Jerusalem/Israel

1942

Gründung des "Kraal" mit Lesungen und Vorträgen in Jerusalem

1943

In Jerusalem erscheint ihr Gedichtband "Mein blaues Klavier"
 
Sie lebt verarmt in Jerusalem

1944

Sommer, Sie ist sehr schwer erkrankt

1945

Sie hat einen schweren Herzanfall. Sie wird in ein Krankenhaus eingeliefert

1945

22-Januar, Sie verstirbt nach einem schweren Herzanfall.