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Chemiefasern im industriellen Stadium -
Entwicklung der Vereinigten Glanzstoff-Fabriken AG, (1891 - 1958)
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1891
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Gründung der 'Rheinischen Glühlampenfabrik Dr. Max
Fremery und Cie. Commandit-Gesellschaft' in Oberbruch, aus der später die Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG.
hervorgegangen ist.
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1892
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Dr. Max Fremery (1859-1932) und Ing. Johannes Urban (1863-1940)
beginnen in Oberbruch mit der Erzeugung von Cellulosefäden für Kohlenfaden-Glühlampen. Die Fäden
werden aus einer Lösung von Cellulose in Kupferoxyd-Ammoniak hergestellt.
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1897
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Auf Veranlassung von Fremery und Urban meldet Dr. Hermann Pauly
in München-Gladbach am 1. 12. ein Patent an, das unter Nr. 98642 erteilt wird. Es lautet auf ein Verfahren
zur Herstellung künstlicher Seide, darin bestehend, daß man 'eine Lösung von Cellulose in Kupfer-Ammoniak
aus feinen Öffnungen in eine diese Lösung versetzende Flüssigkeit austreten läßt usw.',
und gibt erstmalig technisch brauchbare Arbeitsvorschriften.
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1899
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Am 19. 9. 1899 wird in der Bergisch-Märkischen Bank zu
Elberfeld die Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG, mit einem Anfangskapital von 2 Mill. Mark und Sitz in Aachen gegründet.
Das Finanzkonsortium ist von dem Direktor dieser Bank, Dr. jur. Hans Jordan (1848-1923), zusammengeführt worden,
der auch den Vorsitz im Aufsichtsrat übernimmt.
Konstruktion einer Spinnmaschine durch Urban, die mit Schweizer Patent 16077 geschützt wird.
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1900
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In Niedermorschweiler im Elsaß errichtet Glanzstoff eine
Kunstseidenfabrik unter der Leitung von Prof. Dr. Emil Bronnert.
Die Jahresproduktion von Kupferseide in Oberbruch erreicht 23000 kg. Das entspricht einer Tagesproduktion von ca.
75 kg.
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1901
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Glanzstoff verlegt im Juni seinen Sitz von Aachen nach Elberfeld.
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1902
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Nachdem Auer von Welsbach 1900 die Metallfadenlampe erfunden
hat, wird die Glühlampenherstellung in Oberbruch eingestellt. Oberbruch liefert entaschte Kunstseide für
Glühstrümpfe.
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1904
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Glanzstoff gründet als erste Tochtergesellschaft im Ausland
die 'Erste Österreichische Glanzstoff-Fabrik Akt.-Ges.' in St. Pölten. Die Leitung übernimmt Urban.
In Oberbruch beginnt die Produktion von Sirius, einem monofilen Faden in starkem Titer (künstl. Roßhaar)
als Flechtmaterial für Damenhüte, Tressen u. a. .
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1905
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Glanzstoff erhält auf der Weltausstellung in St. Louis
den 'Grand Prix' u. a. für Meßgewänder aus Kunstseide.
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1906
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Glanzstoff meldet das erste Patent auf kontinuierliche Herstellung
von Kunstseide an (Erfinder Dr. Eduard Boos, DRP 235134).
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1907
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Gründung der 'British Glanzstoff-Manufacturing Co. Ltd.
Liverpool' mit Werk in Flint.
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1910
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Dr. Walter Schulz, Sydowsaue, arbeitet eine Methode zur Reifebestimmung
der Viskose aus. Sie wird 1915 von Dr. Valentin Hottenroth veröffentlicht.
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1911
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Am 25. 6. erwirbt Dr. Jordan das Werk Sydowsaue und die
Viskosepatente des Fürsten Henkel-Donnersmarck für Glanzstoff.
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1912
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Glanzstoff meldet das DRP 287955 an für eine bedeutende
Verbesserung des Müller-Bades (Müller II).
Zwischen Courtaulds/England, der französischen Comtoir-Gruppe und Glanzstoff werden Verhandlungen über
eine Kunstseiden-Konvention geführt, die zu einem technischen Erfahrungsaustausch und zur Abstimmung in kaufmännischen
Fragen zwischen diesen damals maßgeblichen Kunstseide-Produzenten führen.
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1913
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Glanzstoff erwirbt die Aktienmehrheit der Vereinigten Kunstseide-Fabriken
AG., Frankfurt, mit dem Werk in Kelsterbach.
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1914-1918
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1. Weltkrieg
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1914
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Das Werk Niedermorschweiler im Elsaß wird durch Kriegseinwirkung
stillgelegt. Das Werk Flint der Brit. Glanzstoff Manufacturing Co. Ltd. wird beschlagnahmt. Der Besitz geht auf
Courtaulds über. Das Werk Kelsterbach wird stillgelegt.
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1916
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Glanzstoff und Bemberg schließen einen Vertrag zum Austausch
technischer Erfahrungen auf dem Kupferseidegebiet. Glanzstoff gibt in der Folgezeit das Kupferverfahren ganz auf,
bis auf die Herstellung von Kupfer-Sirius, die noch einige Zeit beibehalten wird.
In Oberbruch wird die erste Maschine für Stapelfaser aufgestellt. Damit beginnt die Entwicklung der Zellwollindustrie.
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1917
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Glanzstoff gründet mit Unterstützung er Reichsregierung
die Stapelfaserfabrik Jordan & Co. Kommanditgesellschaft in Sydowsaue und beginnt die Stapelfaserproduktion
in industriellem umfang.
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1918
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Für das zerstörte Werk Niedermorschweiler gründet
Glanzstoff die Bayerische Glanzstoff-Fabrik AG., das spätere Werk Obernburg.
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1919
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Durch das Kriegsende gehen die Werke Niedermorschweiler und
Flint endgültig verloren.
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1921
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In Japan wird die Asahi Kenshoku Kaisha (Asahi Silk Weaving
Ltd.) gegründet und unter Mitwirkung der Glanzstoff-Fachleute Mehner und Oppenländer aufgebaut.
Glanzstoff gründet unter Mitwirkung böhmischer Industrie- und Bankkreise sowie der Ersten Österreichischen
Glanzstoff-Fabriken A.G. die Bömische Glanzstoff-Fabrik, System Elberfeld, mit Sitz in Prag, die in Lobositz
a. d. Elbe eine Fabrik errichtet.
Abschluß eines Interessengemeinschafts-Vertrages zwischen Glanzstoff und der N. V. Nederlandsche Kunstzijdefabriek
Arnheim.
Glanzstoff errichtet ein Forschungsinstitut in Teltow-Seehof bei Berlin, dessen erster Leiter Prof. Dr. Emil Bronnert
ist.
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1922
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Gründung der Glanzfilm AG, Berlin-Köpenick zur Herstellung
von Rohfilmen.
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1923
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Einstellung der Stapelfaserproduktion in Sydowsaue.
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1924
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Werk Obernburg, 1918 als Bayrische Glanzstoff-Fabrik AG. gegründet
und bis 1927 unter dieser Firma geführt, wird in Betrieb genommen. Das Werk ist besonders für feinfädige
Seide eingerichtet.
Glanzstoff übernimmt die Glanzfäden AG. in Petersdorf (gegr. 1909).
Glanzstoff schließt mit der Alsa AG. Basel einen Lizenzvertrag zur Herstellung von Hohlfasern (Celta Luftseide).
Die Produktion wird in Petersdorf im Riesengebirge 1927 aufgenommen.
Glanzstoff erwirbt eine Beteiligung an der J. P. Bemberg AG. Hierdurch wird die Zusammenarbeit beider Gesellschaften
enger gestaltet.
Glanzstoff beteiligt sich an der 1922 gegründeten Barmer Maschinenfabrik AG., die 1925 einen Betrieb in Remscheid-Lennep
errichtet.
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1925
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Glanzstoff und Courtaulds Ltd. gründen gemeinsam die Glanzstoff-Courtaulds
GmbH. Köln zur Herstellung von Viskosekunstseide.
Glanzstoff gründet gemeinsam mit der IG Farbenindustrie AG die Aceta GmbH in Berlin, die 1928 ganz von IG
Farben übernommen wird.
Textilbetrieb Waldniel als Zweigwerk von Oberbruch errichtet.
Glanzstoff und Bemberg gründen die American Bemberg Corporation New York mit Werk in Johnson City/Tenn.
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1926
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Deutsche Celta AG. gegründet zur Herstellung von Hohlseide.
Herstellung von Luftseide in Oberbruch.
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1927
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Glanzstoff erwirbt die Lizenz auf die Lilienfeld-Patente.
Glanzstoff übernimmt die Aktien der Spinnfaser AG. Elsterberg und deren Werk, das Kunstseide nach dem Viskoseverfahren
erzeugt. Ferner beteiligt sich Glanzstoff mit der Enka an der Gründung der Neuen Glanzstoffwerke AG., in Breslau,
die das Werk Cavallen von Georg v. Giesche's Erben weiterführt.
Als zweites Beteiligungsunternehmen in den USA wird Elizabethton/Tenn. die American Glanzstoff Corp. gegründet,
später North American Rayon Corp. genannt.
Die Glanzfilm AG. geht in den Besitz der Kodak über.
Das Veredelungswerk Tannenberg im Erzgebirge wird errichtet.
Eine Versuchsfabrik in Oberbruch wird in Betrieb genommen.
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1928
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Die Vereinigte Kunstseide-Fabriken AG. Frankfurt geht durch
Fusion endgültig in Glanzstoff auf.
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1929
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Abschluß eines Vertragswerkes mit der N. V. Nederlandsche
Kunstzijdefabriek Enka, die als AKU (N. V. Algemene Kunstzijde Unie) zur gemeinsamen Dachgesellschaft mit paritätischer
deutsch-holländischer Verwaltung umgestaltet wird. Nahezu sämtliche Glanzstoff-Aktien werden in der Folgezeit
in AKU-Aktien umgetauscht (siehe auch 1953).
Die Carl Benrath jr. AG. Barmen wird von Glanzstoff übernommen und unter organisatorischer Eingliederung der
Glanzstoffveredelungswerke Waldniel und Tannenberg als Kunstseiden AG. (Kuag) weitergeführt.
Glanzstoff gründet gemeinsam mit Bemberg und der Asahi Kenshoku Kabushiki Kaisha die Nippon Bemberg Kenshi
Kabushiki Kaisha, Osaka. Die beiden japanischen Gesellschaften werden 1933 zur Asahi-Bemberg-Rayon-Co. vereinigt.
Die American Enka in Enka N. C. gegründet
Eine Kuchenrieselwäsche wird im Werk Sydowsaue betrieblich eingeführt. Daneben laufen Versuche zur Kuchendruckwäsche,
aus denen sich alsbald das Direkt-Verfahren entwickelt.
Die Stapelfaserfabrik Jordan & Co. in Sydowsaue wird ein Werk von Glanzstoff.
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1930
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Die Neue Glanzstoffwerke AG. Breslau und die Spinnfaser AG.
Elsterberg werden im Wege der Fusion als Glanzstoffwerke übernommen.
Das Zentral-Textil-Laboratorium Glanzstoff-AKU-Bemberg wird in Barmen eingerichtet. Es ist der Vorläufer des
heutigen Textiltechnischen Instituts unseres Unternehmens.
Versuche zur Spulensaugwäsche in Kelsterbach und damit Beginn des direkten Verfahrens auch für Spulen.
Die Ware wird anfangs unausgeschrumpft auf zylindrischen Kreuzspulen verkauft.
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1931
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Gründung der Kunstseide-Verkaufsbüro GmbH. Berlin
als Verkaufsorganisation der am deutschen Markt beteiligten Viskose-Kunstseiden-Hersteller.
Beginn der allgemeinen Einführung des direkten Nachbehandlungsverfahrens in den Glanzstoffwerken, bei dem
die Gespinste der Spinnerei vor der textilen Behandlung völlig gewaschen, gebleicht und getrocknet werden.
Einführung von konischen Kreuzspulen als neue Aufmachung.
Übergang zu ausgeschrumpften Garnen durch Wickelbehandlung.
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1932/33
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Einführung der großen perforierten Aluminiumwalzen
in Oberbruch. Sie ermöglichen das direkte Verfahren auch für lange Gespinste.
Sydowsaue und Breslau gehen von Kuchenrieselwäsche auf Kuchendruckwäsche über, wodurch größere
Kuchengewichte möglich werden.
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1934
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Oberbruch beginnt die Zellwolle-Produktion als Weiterentwicklung
der früheren Stapelfaser.
Einführung der Spinnbadregeneration durch Eindampfung.
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1935
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Die Spinnfaser Aktiengesellschaft Kassel wird von Glanzstoff
zur Herstellung von Zellwolle gegründet.
Versuche zur Herstellung von RT- (Reifen- und Treibriemen-)Seide werden in Oberbruch aufgenommen.
13. 11., in Kassel Anspinnung der ersten beiden Spinnmaschinen (Anlage C) mit ca. 9 t pro Tag.
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1936
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In Kassel ist die erste Ausbauphase mit einer Tagesproduktion
von 54 t erreicht.
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1937
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In Oberbruch wird eine Anlage zum kontinuierlichen Spinnen,
Waschen und Trocknen von Viskosereyon in Betrieb genommen (Continueverfahren).
Die erste Anlage für die Rückgewinnung von Schwefelkohlenstoff werden in Oberbruch in der Floxanlage
und in Elsterberg in der Spulenwäsche in Betrieb genommen.
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1938
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18. 5. Aufnahme der Großproduktion von Reifenseide in
Obernburg.
Bau einer Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Sirius in Oberbruch.
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1939-1945
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2. Weltkrieg
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1939
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Ab Mai beginnt in Kassel die Produktion von Duraflox, einer
Zellwolle mit höheren Festigkeiten.
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1940
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Bemberg meldet das 'Dureta'-Verfahren zur kontinuierlichen
Herstellung von Kunstseide nach dem Kupferverfahren zum Patent an (DRP 763735).
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1941
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Eine Destillationsanlage für den zurückgewonnenen
Schwefelkohlenstoff (Adsorptionsverfahren) wird in Oberbruch in Betrieb genommen.
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1943
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Dr. E. H. Vits erwirbt von der IG Farbenindustrie AG für
Glanzstoff die Lizenz zur Herstellung von 'Perlon'.
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1944
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Am 19. 9. kommt das Werk Oberbruch in den Bereich der Front
und wird geräumt. Das Werk wird schwer beschädigt und liegt bis April 1947 still.
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1945
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Im Frühjahr wird die Produktion in allen bis dahin noch
arbeitenden Werken eingestellt.
Durch den Ausgang des Krieges verliert Glanzstoff die in Mittel- und Ostdeutschland gelegenen Werke Sydowsaue,
Breslau, Elsterberg/Vogtland, Tannenberg/Erzgebirge sowie alle Auslandsbeteiligungen.
Zur Fortführung der Arbeiten des ebenfalls verlorenen Forschungsinstituts Teltow-Seehof wird später in
Obernburg eine Abteilung Forschung NF (Neue Faser) aufgebaut; die mit der Forschung auf dem Viskosegebiet betraute
Abteilung Forschung V wird 1948 nach Oberbruch gelegt.
Werk Obernburg stellt zunächst Erntebindegarn her. Ab November 5 t Textilreyon pro Tag.
Spinnfaser Aktiengesellschaft Kassel spinnt im August wieder an.
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1946
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Kelsterbach spinnt im Januar mit 2 Matt-Titern und einer Gesamtproduktion
von 2 t pro Tag wieder an.
In Obernburg wird die RT-Produktion mit etwa 4 t pro Tag wieder aufgenommen.
Die Durchschnittstagesproduktion in Kassel beträgt 10 t.
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1947
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Werk Oberbruch läuft wieder an.
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1949
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In der 'Perlon'-Versuchsanlage in Obernburg ist das Verfahren
so weit entwickelt, daß die Errichtung einer Großanlage geplant werden kann.
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1950
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In Oberbruch wird die 'Perlon'-Fabrik gebaut und mit einer
Anfangskapazität von 2 t pro Tag in Betrieb genommen.
In Oberbruch wird eine Produktionsabteilung für 'Perlon'-Faser eingerichtet.
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1951
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Der erste 'Diolen'-Faden der Forschung wird in der Versuchsspinnerei
in Obernburg gesponnen.
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1952
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In Oberbruch wird die Produktion von RT-Reyon und von KVS-Reyon
aufgenommen.
Kassel beginnt mit der Produktion düsengefärbter Zellwolle.
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1953
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Die alte Glaswalzenspinnerei in Oberbruch wird stillgelegt.
Wegen der Enteignung der deutschen AKU-Aktionäre seitens des holländischen Staates nach dem Kriegsende
war eine Neuregelung der Zusammenarbeit zwischen Glanzstoff und AKU notwendig geworden. Im Rahmen eines neuen Vertragswerkes
mit der AKU werden 20 Mill. DM Glanzstoff-Aktien aus dem Besitz der AKU in deutsche Hände überführt.
Gleichzeitig werden neue Vereinbarungen über die Leitung von Glanzstoff getroffen, die den maßgeblichen
deutschen Einfluß sicherstellen. Abmachungen über die technische Zusammenarbeit gewährleisten,
daß die Forschungsergebnisse und Erfahrungen beider Gesellschaften zum gemeinsamen Nutzen ausgewertet werden.
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1954
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Abschluß eines Lizenzvertrages mit der Imperial Chemical
Industries Ltd. (ICI) zur Herstellung von Polyesterfäden und -fasern (Terylene), die von Glanzstoff später
unter dem Namen 'Diolen' auf den Markt gebracht werden.
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1955
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Aufbau einer Produktionsstätte für 'Diolen' in Obernburg.
Abschluß eines Organschaftsvertrages mit der J. P. Bemberg AG.
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1957
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Errichtung und Inbetriebnahme einer Kordnylon-Fabrik in Obernburg.
Das Große-Walze-Verfahren in Oberbruch wird eingestellt.
Die in 17 verschiedenen Gebäuden in Wuppertal-Elberfeld untergebrachte Hauptverwaltung bezieht ein neues Verwaltungsgebäude
(Hochhaus).
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1958
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Aufnahme der 'Diolen'-endlos-Produktion in Oberbruch.
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