History informations - J. P. Bemberg (76)

Other informations to the Bemberg Silk (o4)

 

Bericht
 

Muster
 

Detail
 

Detail
 

 
 

for all the
informations


Bericht
 

Textiltechnologische Abteilung
Dr. Henne
 
W.-Oberbarmen, den 8.9.55
Dr. He/HB
 
N o t i z
 
Betrifft: - Anfärbung eines Ibelon-Artikels mit Hochdehnungs-NBZ.
=====================================================
 
Zusammenfassung:
 
Bei der Entwicklung eines Nylon - BEMBERG -Zwirns mit hoher Dehnung, in welchen der Nylon-Anteil nicht nachverstreckt werden und eine Angleichung der physikalischen Eigenschaften durch Erhöhung der Dehnung des BEMBERG -Anteiles erreicht werden soll, wurde die Frage akut, ob eine Uni-Färbung des Artikels möglich ist, da in diesem Falle neben dem normalen 60 den. BEMBERG Voile ein BEMBERG - Faden mit erhöhter Dehnung in der Kette vorliegt.
 
Der erste Versuch lässt trotz unterschiedlicher Dehnung der BEMBERG - Fäden eine ebenso gute Uni-Färbung erwarten wie im Falle der Versendung des normalen NBZ.
 
---------------------
 
Im Ibelon-Artikel liegt bekanntlich in der Kette im Wechsel 1/1 NBZ neben 60 den. Voile und im Schuss 80/o bzw. 100/o BEMBERG Naturglanz vor.
 
Ausschlaggebend für die Anfärbung ist lediglich der BEMBERG - Garnanteil. Vor der Verwendung eines Teiles des BEMBERG - Fadens mit anderen Eigenschaften, vornehmlich mit erhöhter Dehnung, war zu prüfen, ob auch in diesem Falle eine gleichmässige Uni-Färbung erreicht werden kann. Wegen der geringen Menge des zur Verfügung stehenden Nochdehnungs- NBZ und der leichteren Versuchsausführung wurden zwei Versuchsgewebe erstellt, in welchen Kette und Schuss gegenüber des normalen Ibelon-Artikels vertauscht wurden. Diese Versuchsgewebe enthalten demnach in
 
der Kette 80 den. Dureta Glanz 36 Fäden/cm,
 
  im Schuss: a.) normal NBZ / 60 den. Voile 2/2
    b.) Hochdehnungs-NBZ / 60 den. Voile 2/2.
 
Der Schusswechsel 1:1 ist mit den vorhandenen Webstühlen nicht möglich.
Die Stücke wurden angefärbt mit Siriuslichtblau G.
 
Ergebnis der Versuche:
 
In beiden Fällen, a.) und b.) ist eine deutliche Paarigkeit im angefärbten Stücken erkennen. Diese ist im Falle b.) bei Verwendung des Hochdehnungs- NBZ nur geringfügig stärker als im
 
-2-
 
-2-
 
Falle a.) Diese deutliche Paarigkeit kann nur auf den Wechsel 2 : 2 zurückgeführt werden, da der Ibelon-Artikel draussen in der Produktion einwandfrei in Unifärbung herauskommt. Lediglich aus dem Vergleich der Stärke der Farb- bzw. Glanzunterschiede zwischen den Stücken a.) und b.) kann daher geschlossen werden, dass bei der gleichen Konstruktion der Artikel mit Hochdehnungs-NBZ ebenfalls gleichmässig angefärbt werden kann.
 
Dieser Schluss gründet sich auch auf zwei weitere Versuchsstücke, in denen NBZ mit 60 den. Voile im Wechsel 50/50 eingeschossen wurde. Daraus ist ersichtlich, dass die Unterschiedlichkeit, welche in erster Linie in einen unterschiedlichen Glanz besteht, im Falle des normalen NBZ bereits so stark ist, dass ein zusätzlicher Faktor unseres etwas tieferen Anfärbung des Hochdehnungs-Garnes nicht mehr in Gewicht fällt.
 
Da es gelungen ist, dem Ibelon-Artikel mit normalen NBZ ( heissverstrecktes Nylon ) gleichmässig anzufärben, sollte dies auch mit Hochdehnungs-NBZ erreichbar sein.
 
Dieses Versuchsergebnis macht jedoch einen größeren Änderungsversuch nicht hinfällig. Es zeigt lediglich, dass sich in dieser Richtung eine weitere Bearbeitung lohnt, ohne dass größere Überraschungen zu befürchten sind.
 
In der Anlage sind 4 Gewebeabschnitte zur veranschaulichung dieser Verhältnisse beigegeben.
 
Dr. Henne
 
1. Anlage
 
Verteiler:
Vorstandssekretariat
Herrn Dr. Malkomes
Herrn Dr. Schubert
Herrn Dr. Hoelkeskamp
Herrn Reiners
TTA
Herrn Kohlhase
 

Anmerkungen:
 
Dargestellte Proben: original Bembergseide-Material
 
TTA =
 
Textitechnische-Abteilung
oder
Textiltechnologische Abteilung
 


Quelle: LXVI