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Bericht
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Textiltechnologische Abteilung
Dr. Henne
W.-Oberbarmen, den 8.9.55
Dr. He/HB
N o t i z
Betrifft: - Anfärbung eines Ibelon-Artikels mit Hochdehnungs-NBZ.
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Zusammenfassung:
Bei der Entwicklung eines Nylon - BEMBERG -Zwirns mit hoher Dehnung, in welchen der Nylon-Anteil nicht nachverstreckt
werden und eine Angleichung der physikalischen Eigenschaften durch Erhöhung der Dehnung des BEMBERG -Anteiles
erreicht werden soll, wurde die Frage akut, ob eine Uni-Färbung des Artikels möglich ist, da in diesem
Falle neben dem normalen 60 den. BEMBERG Voile ein BEMBERG - Faden mit erhöhter Dehnung in der Kette vorliegt.
Der erste Versuch lässt trotz unterschiedlicher Dehnung der BEMBERG - Fäden eine ebenso gute Uni-Färbung
erwarten wie im Falle der Versendung des normalen NBZ.
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Im Ibelon-Artikel liegt bekanntlich in der Kette im Wechsel 1/1 NBZ neben 60 den. Voile und im Schuss 80/o bzw.
100/o BEMBERG Naturglanz vor.
Ausschlaggebend für die Anfärbung ist lediglich der BEMBERG - Garnanteil. Vor der Verwendung eines Teiles
des BEMBERG - Fadens mit anderen Eigenschaften, vornehmlich mit erhöhter Dehnung, war zu prüfen, ob auch
in diesem Falle eine gleichmässige Uni-Färbung erreicht werden kann. Wegen der geringen Menge des zur
Verfügung stehenden Nochdehnungs- NBZ und der leichteren Versuchsausführung wurden zwei Versuchsgewebe
erstellt, in welchen Kette und Schuss gegenüber des normalen Ibelon-Artikels vertauscht wurden. Diese Versuchsgewebe
enthalten demnach in
der Kette 80 den. Dureta Glanz 36 Fäden/cm,
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im Schuss: |
a.) normal NBZ / 60 den. Voile 2/2 |
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b.) Hochdehnungs-NBZ / 60 den. Voile 2/2. |
Der Schusswechsel 1:1 ist mit den vorhandenen Webstühlen nicht möglich.
Die Stücke wurden angefärbt mit Siriuslichtblau G.
Ergebnis der Versuche:
In beiden Fällen, a.) und b.) ist eine deutliche Paarigkeit im angefärbten Stücken erkennen. Diese
ist im Falle b.) bei Verwendung des Hochdehnungs- NBZ nur geringfügig stärker als im
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-2-
Falle a.) Diese deutliche Paarigkeit kann nur auf den Wechsel 2 : 2 zurückgeführt werden, da der Ibelon-Artikel
draussen in der Produktion einwandfrei in Unifärbung herauskommt. Lediglich aus dem Vergleich der Stärke
der Farb- bzw. Glanzunterschiede zwischen den Stücken a.) und b.) kann daher geschlossen werden, dass bei
der gleichen Konstruktion der Artikel mit Hochdehnungs-NBZ ebenfalls gleichmässig angefärbt werden kann.
Dieser Schluss gründet sich auch auf zwei weitere Versuchsstücke, in denen NBZ mit 60 den. Voile im Wechsel
50/50 eingeschossen wurde. Daraus ist ersichtlich, dass die Unterschiedlichkeit, welche in erster Linie in einen
unterschiedlichen Glanz besteht, im Falle des normalen NBZ bereits so stark ist, dass ein zusätzlicher Faktor
unseres etwas tieferen Anfärbung des Hochdehnungs-Garnes nicht mehr in Gewicht fällt.
Da es gelungen ist, dem Ibelon-Artikel mit normalen NBZ ( heissverstrecktes Nylon ) gleichmässig anzufärben,
sollte dies auch mit Hochdehnungs-NBZ erreichbar sein.
Dieses Versuchsergebnis macht jedoch einen größeren Änderungsversuch nicht hinfällig. Es zeigt
lediglich, dass sich in dieser Richtung eine weitere Bearbeitung lohnt, ohne dass größere Überraschungen
zu befürchten sind.
In der Anlage sind 4 Gewebeabschnitte zur veranschaulichung dieser Verhältnisse beigegeben.
Dr. Henne
1. Anlage
Verteiler:
Vorstandssekretariat
Herrn Dr. Malkomes
Herrn Dr. Schubert
Herrn Dr. Hoelkeskamp
Herrn Reiners
TTA
Herrn Kohlhase
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